Azubiwohnen im Landkreis Rotenburg. Lasst die Azubis nicht im Regen stehen

Mit einer Informationsveranstaltung zum Thema „Azubiwohnen im Landkreis Rotenburg. Lasst die Azubis nicht im Regen stehen“ sind die Jusos aus dem Landkreis ins Wahljahr 2021 gestartet.

Nach Inputs von PGN-Geschäftsführer Nils Neumann sowie Mia Adrian und Johannes Grabbe von der DGB-Jugend, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die mögliche Perspektive eines Azubiwohnheims. „Es war eine interessante und informative Diskussion, die vor allem uns junge Menschen betrifft“, befand der Vorsitzende der Jungsozialisten Franz Neuhaus im Anschluss an die Videokonferenz. Demnach gibt es aktuell um die 3.500 junge Menschen, die sich in einer schulischen oder dualen Ausbildung befinden. Da die finanziellen Mittel vieler Auszubildender stark unterschiedlich sein können, sind viele häufig auf Unterstützung von ihren Eltern angewiesen und können sich nicht immer eine eigene Wohnung leisten. Auch die Frage der Mobilität darf gerade im ländlichen Raum nicht außer Acht gelassen werden. Laut einer Online-Befragung der DGB-Jugend aus dem Jahr 2019 müssen etwas mehr als die Hälfte der Azubis mehr als 20 Kilometer bis zu Ihrer Berufsschule zurücklegen. Bei einem Einstiegsalter von 16 Jahren kann so eine Strecke schnell zum Problem werden.

Mia Adrian und Johannes Grabbe stellten schließlich weitere Forderungen der DGB-Jugend vor, zu denen unter anderem eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft und eine Miethöhe gehört, die maximal 20 bis 25 Prozent des Ausbildungsgehalts betragen sollte. Nils Neumann von der Planungsgemeinschaft Nord GmbH hingegen plädierte für eine kommunale Lösung, die vor Ort mit den Ausbildungsbetrieben gefunden werden müsste.

„Es war eine gelungene Veranstaltung, auf die wir thematisch weiter aufbauen können.  Kostengünstiger Wohnraum für junge Menschen ist auch bei uns im ländlichen Raum ein Thema. Die Azubi-Appartements, die durch das Diakonissen-Mutterhaus im Oktober 2022 eröffnet werden sollen, sind ein guter Anfang. Wir werden das Thema jedoch nicht aus dem Blick verlieren“, erklärte Neuhaus abschließend.

 

Autor:

Nils Bassen