Landtags-SPD steht hinter dem MGH / Ralf Borngräber zum Gedankenaustausch in Waffensen

Waffensen. Die SPD-Landtagsfraktion steht hinter den Mehrgenerationenhäusern. Diese Botschaft hatte der Rotenburger SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Ralf Borngräber bei seinem Besuch im MGH Waffensen für die Leiterin Manuela Thies und den Fördervereinsvorsitzenden und Ortsbürgermeister Hartmut Leefers im Gepäck.

Arbeitsfrühstück zum Thema „Zukunft der Dörfer“: Ralf Borngräber (links) und Hartmut Leefers (rechts) mit Manuela Thiess, Karin Müller, Adolf Jürgens und Joachim Jessat (Übrige von links) im Waffenser Mehrgenerationenhaus.
Nach dem Gedankenaustausch: Hartmut Leefers und Ralf Borngräber (Zweiter und Dritter von links) und das Team des MGH Waffensen.

Leefers, sein Vorgänger Adolf Jürgens und Ortsratsmitglied Joachim Jessat erläuterten besonders die kulturelle und identitätsstiftende Funktion der Einrichtung. Hätten früher vor allem Feuerwehr und Schützenverein das Leben im Dorf bestimmt, täten das nun in erheblichem Maße auch Chöre, Theatergruppen und vielfältige Aufführungen, so Leefers. Manuela Thies führte das große ehrenamtliche Engagement zum Beispiel im Zusammenhang mit Kinderferienprogrammen und Kleiderbörsen an. Leefers selbstbewusst: „Wir leisten gute Arbeit und machen uns unverzichtbar. Dann wird es auch weiter Zuschüsse geben.“ Das Einzugsgebiet reiche von Lauenbrück bis Ottersberg.

Seit Januar läuft bis Ende 2014 ein im Vergleich zur ersten Förderperiode abgespecktes Programm. Dafür fließen jährlich 30.000 Euro Bundesmittel, weitere 10.000 € übernehmen Stadt und Kreis. Berlin stellt die Bedingung, dezidiert in den Bereichen Alter und Pflege, Ehrenamt, haushaltsnahe Dienstleistungen sowie Integration und Bildung zu arbeiten. Das tut Waffensen.

Borngräber und auch Leefers kommt es darauf an, die Dörfer lebendig zu erhalten. Für die Attraktivität und die Integration von Neubürgern spielten Einrichtungen wie das MGH eine wichtige Rolle, sagten beide. Um Zuzug zu ermöglichen, müsse jedoch auch das Baurecht angepasst werden. „Es kann doch nicht sein, dass einem Sohn verboten wird, neben Vaters Hof zu bauen, weil die Lärm- oder Geruchsbelästigung dort zu hoch sei. Da müssen wir die Vorschriften ändern. Es handelt sich doch um mündige Bürger“, meint Borngräber.

Auch der öffentliche Nahverkehr wird entscheidend für die Zukunftsfähigkeit ländlicher Gebiete sein. Leefers brachte daher eine Einbindung des Mehrgenerationenhauses in das bestehend Sottrumer Bürgerbusnetz in Gespräch. „Und wenn die Rotenburger Linien erst einmal laufen, könnte es in Waffensen sogar eine Schnittstelle beider Systeme geben“, hofft Borngräber.